Emissionsnebel, Wolf-Rayet-Stern · Grand Chien

Thors Helm

NGC 2359 · Sh2-298 · GUM 4

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Beschreibung

Ein Kriegerhelm schwebt im Dunkeln, mitsamt Hörnern und Helmbusch: Astronomen sahen darin den Helm von Thor, dem nordischen Donnergott. Es ist eine Gasblase von fast 30 Lichtjahren Größe, weit entfernt verloren, etwa 15.000 Lichtjahre weit, im Sternbild Großer Hund.

In ihrem Zentrum brennt ein außergewöhnlicher Stern: ein Wolf-Rayet, sechzehnmal schwerer als die Sonne und fast 300.000-mal leuchtkräftiger. Er hat diesen Helm geblasen: sein Wind, von unerhörter Heftigkeit, fegt das Gas um ihn herum zusammen und presst es, und die Hörner entstehen dort, wo dieser Sturm auf eine benachbarte Wolke trifft. Ein solcher Stern lebt schnell und stirbt jung: der seine dürfte innerhalb einiger tausend Jahre als Supernova explodieren.

William Herschel hatte sie bereits 1785 erspäht, ohne den Glutofen zu ahnen, der sie antreibt. Heute braucht es, aus Texas, spezielle Filter und lange Belichtungen, um ihre schwächsten Filamente der Dunkelheit zu entreißen.

Ein ganz anderes Objekt verbirgt sich in einer Ecke des Feldes: PN G227.1+00.5, ein unauffälliger planetarischer Nebel. Wo der Wolf-Rayet des Helms ein katastrophales Ende als Supernova ankündigt, zeigt diese kleine Hülle das weit sanftere Schicksal bescheidener Sterne, die ihre äußeren Schichten als farbige Blase aushauchen, bevor sie erlöschen.

PN G227.1+00.5: ein unauffälliger planetarischer Nebel, die Gashülle eines sterbenden Sterns, in einer Ecke des Feldes.
PN G227.1+00.5: ein unauffälliger planetarischer Nebel, die Gashülle eines sterbenden Sterns, in einer Ecke des Feldes.

Technische Details

Ort :
Rockwood, Texas, USA (Starfront Observatories)
Datum :
20-21/02/2026
Himmelskoordinaten :
RA: 07h 18m 30s
Dec: -13° 13' 48"
Aufnahme :
380 x 60s (6h20min)
Kalibrierung :
Offsets + Flats
Montierung :
ZWO AM5
Optik :
Celestron Rasa 8
Kamera :
ASI2600MC PRO
Filter :
IDAS NBZ-II
Entfernung :
15000 Lichtjahre
Sternbild :
Grand Chien